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Pflegestufen

Hinweis:

Für Sie mehr Geld für die Pflege – aufgrund aktueller Gesetzesänderungen werden unsere Seiten zurzeit überarbeitet. Bitte fragen Sie uns.

Entsprechend des Umfangs des Hilfebedarfs werden die Pflegebedürftigen einer von drei Pflegestufen (I,II oder III) zugeordnet. Je nach Pflegestufe unterscheidet sich auch die Höhe der Leistungen. Bei einem außergewöhnlich hohem Pflegeaufwand kann in der Pflegestufe III auch ein Härtefall vorliegen. Der Versicherte hat die Möglichkeit gegen die Entscheidung seiner Pflegekasse Widerspruch einzulegen.

Pflegestufe 0

Änderungen in der Pflegeversicherung Ansprüche auf höhere Leistungen – jetzt gibt es mehr Geld Durch die Reform der Pflegeversicherung besteht für Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz nunmehr ein Anspruch auf höhere Leistungen der Pflegeversicherung. Dies gilt insbesondere für die sogenannte Pflegestufe 0 bei denjenigen, die psychisch oder an Demenz erkrankt sind, jedoch nicht die Voraussetzungen für die Pflegestufen I bis III erfüllen. Bei den ambulanten Sachleistungen gab es bereits schrittweise Erhöhungen bis 2012. Ab Januar 2013 mehr Leistungen für Demenzpatienten: Zusätzlich zu den 100 € oder 200€ für Betreuungsleistungen bekommen diese Per-sonen nun monatlich 120 € Pflegegeld zur freien Verfügung oder 225 € für Hilfen eines ambulanten Pflegedienstes oder beides kombiniert. Außerdem können die Betroffenen auch bei fehlender Pflegestufe erstmals einen Anspruch auf die sogenannte Verhinderungspflege geltend machen. Denn bis zu 1.550 € jährlich stehen zur Verfügung, wenn der pflegende Angehörige in den Ur-laub fährt und die Betreuung in dieser Zeit durch einen ambulanten Pflegedienst erfolgt. Außerdem kann für notwendige Umbaumaßnahmen in der Wohnung auch in der Stufe 0 ein Zuschuss bis zu 2.557 € je Maßnahme beantragt werden. Auch gibt es monatlich 31 € für Verbrauchsmaterialien bei der Pflege sowie 18,36 € für technische Hilfsmittel, wie etwa eine Notrufanlage. Alle Leistungen müssen bei der Pflegekasse beantragt werden. Bei den gesetzlichen Kassen erfolgt die Begutachtung dann durch den medizinischen Dienst, welcher künftig zeitnah einen Begutachtungstermin anbieten soll (bei Privatversicherten durch Medicproof). Es empfiehlt sich, vor dem Gutachtertermin eine Pflegeberatung zu nutzen; bei gesetzlich Versicherten entweder bei der Pflegekasse oder einen Pflegestützpunkt, bei Privatversicherten bei der bundesweiten Compass-Pflegeberatung. Für die Betroffenen besteht ein Anspruch auf kostenlose individuelle Pflegeberatung im Vorfeld einer Pflegebedürftigkeit. Erstantragsteller erhalten innerhalb von 2 Wochen ein Beratungsangebot. Wir informieren sie gerne über ihre Möglichkeiten.

Pflegestufe I – Erhebliche Pflegebedürftigkeit

Erhebliche Pflegebedürftigkeit liegt vor bei einem mindestens einmal täglich erforderlichen Hilfebedarf bei mindestens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen der Grundpflege (Körperpflege, Ernährung oder Mobilität). Zusätzlich muss mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt werden. Der wöchentliche Zeitaufwand muss im Tagesdurchschnitt mindestens 90 Minuten betragen, wobei auf die Grundpflege mehr als 45 Minuten entfallen müssen.

Pflegestufe II – Schwerpflegebedürftigkeit

Schwerpflegebedürftigkeit liegt vor bei einem mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten erforderlichen Hilfebedarf bei der Grundpflege (Körperpflege, Ernährung oder Mobilität). Zusätzlich muss mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt werden. Der wöchentliche Zeitaufwand muss im Tagesdurchschnitt mindestens drei Stunden betragen, wobei auf die Grundpflege mindestens zwei Stunden entfallen.

Pflegestufe III – Schwerstpflegebedürftigkeit

Schwerstpflegebedürftigkeit liegt vor, wenn der Hilfebedarf so groß ist, dass er jederzeit gegeben ist und Tag und Nacht anfällt (Rund-um-die-Uhr). Zusätzlich muss die pflegebedürftige Person mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen. Der wöchentliche Zeitaufwand muss im Tagesdurchschnitt mindestens fünf Stunden betragen, wobei auf die Grundpflege (Körperpflege, Ernährung oder Mobilität) mindestens vier Stunden entfallen müssen.

Härtefallregelung

Sind die Voraussetzungen der Pflegestufe III erfüllt und liegt ein außergewöhnlich hoher Pflegeaufwand vor, kann die Härtefallregelung in Anspruch genommen werden. In diesem Fall gibt es höhere Leistungen. Für die Feststellung eines außergewöhnlich hohen Pflegebedarfs im Sinne der Härtefallregelungen ist Voraussetzung, dass:

  • die Hilfe bei der Grundpflege (Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität) mindestens sechs Stunden täglich, davon mindestens dreimal in der Nacht, erforderlich ist. Bei Pflegebedürftigen in vollstationären Pflegeeinrichtungen ist auch die auf Dauer bestehende medizinische Behandlungspflege zu berücksichtigen.oder
  • die Grundpflege für den Pflegebedürftigen auch nachts nur von mehreren Pflegekräften gemeinsam (zeitgleich) erbracht werden kann. Wenigstens bei einer Verrichtung tagsüber und des Nachts muss dabei neben einer professionellen mindestens eine weitere Pflegeperson tätig werden, die nicht bei einem Pflegedienst beschäftigt sein muss (zum Beispiel Angehörige). Durch diese Festlegung soll erreicht werden, dass nicht mehrere Pflegekräfte eines Pflegedienstes hier tätig werden müssen.

Zusätzlich muss in jedem Fall ständige Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung erforderlich sein.

Quelle: BMG